Auf dem ehemaligen Rasspe-Areal hat die Bauphase für die innere Erschließung des Change.Campus begonnen. Damit fällt der Startschuss für die letzte große Baumaßnahme bevor die Gewerbegrundstücke – dann voll erschlossen – an Unternehmen veräußert werden können.
Der Change.Campus ist eines der zentralen Projekte im Innovation.Belt von Solingen.Business und steht beispielhaft für die Revitalisierung von brachgefallenden Industriestandorten. Die Revitalisierung von Brachflächen schafft neue Flächen für die zukünftige Ansiedlung und Entwicklung von Betrieben, ohne zusätzliche unbebaute Flächen in Anspruch nehmen zu müssen. Dadurch werden vorhandene Ressourcen und Infrastrukturen effizient genutzt, städtebauliche Potenziale aktiviert und zugleich Flächenverbrauch sowie ökologische Belastungen reduziert. Mit dem Ende der Erschließungsarbeiten in ca. 18 Montane sind dann alle drei maßgeblichen Voraussetzungen für eine Vermarktung erfüllt: Die Flächen befinden sich im Eigentum von Solingen.Business und sind somit eigentumsrechtlich verfügbar, seit Herbst 2024 besteht mit dem rechtskräftigen Bebauungsplan Planungsrecht und mit der inneren Erschließung entsteht nun die technische Grundlage für Baugenehmigungen von ansiedlungswilligen Unternehmen.

„In Summe ist heute also ein sehr wichtiger Tag, denn der Endspurt beim Projekt Change.Campus hat begonnen.“, sagt Achim Willke, Geschäftsführer von Solingen.Business, der das Projekt seit Februar 2020 begleitet. „Das ist jetzt letztendlich die Maßnahme, die notwendig ist, dass wir die Grundstücke auch veräußern können und hier entsprechende Unternehmensansiedlungen in Zukunft sehen werden.“ Vorausgegangen sind den nun begonnenen Tiefbauarbeiten eine europaweite Ausschreibung sowie ein Förderantrag auf Landesebene, der im Herbst 2025 erfolgreich durch die Bezirksregierung Düsseldorf beschieden worden ist. Für den Bau der inneren Erschließungbekommt Solingen.Business 90 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Aus dem GRW-Programm („Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) fließen rund 2,2 Millionen Euro für die Erschließung des Gewerbegebiets Stöcken 17. Die Förderung teilen sich Land NRW und Bund je zur Hälfte.
Den Auftrag für die Erschließungsarbeiten hat das Tiefbauunternehmen Hugo Monheimius GmbH & Co. KG aus Solingen nach europaweiter Ausschreibung erhalten. Die Arbeiten sollen mindestens eineinhalb Jahre dauern und sind bewusst so geplant, dass der komplette Ausbau in einem Zug erfolgt, statt sich über einen längeren Zeitraum mit wechselnden Bauabschnitten hinzuziehen. Damit kann das Projekt innerhalb des dreijährigen Förderzeitraums umgesetzt werden.
Um die Verkehrsbelastung während der Bauzeit möglichst gering zu halten, wurde der ursprüngliche Bauablauf angepasst: Zunächst werden die Erd- und Kanalbauarbeiten im Inneren des Gebiets ausgeführt, bevor am Knotenpunkt Stöcken gebaut wird. Dieser Abschnitt ist frühestens zu den Osterferien 2027 vorgesehen, mögliche Teilsperrungen sind damit an verkehrsberuhigte Zeiten gekoppelt. Über den weiteren Bauverlauf informiert Solingen.Business rechtzeitig im Vorfeld.
Parallel zur Erschließung werden die Bestandsgebäude auf dem Gelände weiterhin kernsaniert. Mit dem Baubeginn der inneren Erschließung stehen künftig neben sanierten Büro- und Gewerbeflächen auch Gewerbegrundstücke zur Verfügung. Solingen.Business ist ansprechbar für Interessensbekundungen.
