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Architekten und Investoren besuchen Stöcken 17

15. September 2022

Immobilienmessen wie die EXPO REAL oder die Polis Convention sind das eine, wenn es darum geht, neue Standorte zu präsentieren. Die tatsächlichen Räume zu erleben, sind dagegen etwas ganz anderes. Hier entstehen leibhaftige Eindrücke und Vorstellungen wie es einmal werden kann. Aus diesem Grund haben sich die Akteure von Solingen Business für die „1. Solinger Investorentour“ entschieden. Im „BOB“, dem E-Bus der Stadtwerke, ging es für rund 20 Investoren und Investorinnen, Grundstücksmakler, Architekten und Projektentwickler durch ganz Solingen. Der noch „stille“ Star unter den Solinger Immobilien- und Flächenpotenzialen ist Stöcken 17.

Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, präsentierte zum Einstieg auf Stöcken 17 die Geschichte der ehemaligen Gewerbebrache sowie das Finanzierungsmodell für die Stadt Solingen. Achim Willke, Prokurist der Solinger Wirtschaftsförderung und Projektleiter von Stöcken 17 ging anschließend auf die rund anderthalb Jahre andauernden Rückbauarbeiten, die Altlastensanierung, die verschiedenen Verfahren zur Bürgerbeteiligung sowie auf die Besonderheiten des Geländes und die bevorstehende innere Erschließung ein. Unbelastetes Material aus den Rückbauarbeiten wurde bei der Nivellierung des Geländes aus Gründen der Nachhaltigkeit wiederverwendet. Die geplanten Kosten für die gesamten Rückbauarbeiten, so erklärte Willke, wurden erfreulicherweise deutlich unterschritten.

Mobil und regenerativ

Der Zukunftsstandort Stöcken 17 liegt an der Bundesstraße L427. Um den Verkehr auf dem künftigen Gewerbestandort maximal zu minimieren, steht ein so genannter „Mobilitätshub“ im Plan. Dem äußeren Eindruck nach erinnert ein Mobilitätshub vielleicht an ein Parkhaus. Anders als ein Parkhaus bietet dieser Gebäudetypus jedoch weit mehr Möglichkeiten zum Be- und Entladen von Lieferungen, zum Parken, Halten und Umsteigen auf kleinsten Flächen. Auch Car-Sharing-Angebote kann das Mobilitätshub beherbergen. Somit stellt diese intelligente Mobilitätslösung in Gewerbegebieten generell ein Novum dar. Durch den Hochbau ermöglicht der Hub auch den Zugewinn an produktiver Fläche für Ansiedlungen. Somit ist auch der Mobilitätshub ein Merkmal, das Stöcken 17 unter Nachhaltigkeitsaspekten als Gewerbegebiet der Zukunft ausweist. Im Kontext der Nachhaltigkeit steht auch die Energieversorgung des Geländes. Nach derzeitiger Planung baut der Standort auf Geothermie und damit auf eine regenerative Energiequelle bei der Wärmeversorgung.

Investor Sven Heyden erläuterte die Planung für die ehemalige „Lehrwerkstatt“. Das Gebäude erhält nicht nur einen Facelift. Es wird auch zur Effizienzklasse 40 ausgebaut. | (C) Ralf Georgi

Die „Lehrwerkstatt“

Der Baukörper wirkt homogen, ist aber in zwei Bauabschnitten entstanden, der eine 1916, der andere 1935. Zunächst wurde das Gebäude als Lager, dann als Lehrwerksatt benutzt. Teil dieses erhaltenen Bestandsgebäudes war ein außenliegender Aufzug aus den 50er-Jahren. Diesen Aufzug hat Investor Sven Heyden, Geschäftsführer der Bauconzept Real Estate GmbH und ebenfalls Käufer des zweiten historischen Bestandsgebäudes, der ehemaligen Hauptverwaltung, bereits abgetragen. Der Fahrstuhl wird nun ins Innere des Gebäudes verlagert. Heydens Ziel ist es zunächst die Fassade in Gänze wiederherzustellen. Das gilt auch für die hohen Fenster auf der Nordseite. Sie sollen für optimale Lichtdurchflutung sorgen. Der Investor führte aus, dass das künftige Büro-Gebäude ein Effizienzhaus der Klasse 40 wird und damit die höchsten Anforderungen an Energieeffizienz stellt. Weiter aufgewertet wird der historische Bau durch eine Dachterrasse mit einem Blick über das Bergische Land sowie durch eine kleine Gastronomie mit Versorgungsmöglichkeiten für das Gebäude in Parterre.

Titelfoto: (C) Solingen.Business